Wie funktionieren 4G-Kameras ohne WLAN oder kabelgebundenes Internet?
Zellulare Architektur: SIM-/eSIM-Karte, LTE-Modem und Cloud-Relay-Infrastruktur
Echte WLAN-Unabhängigkeit beginnt mit drei Kernkomponenten:
- Mobilfunkverbindung : Eine eingebaute SIM-Karte (eSIM) oder eine physische SIM-Karte stellt direkt eine Verbindung zu Mobilfunknetzen her – wodurch Router, Modems und bestehende Internetinfrastruktur vollständig umgangen werden
- 4G-LTE-Modem : Diese dedizierte Hardware codiert und überträgt Videodaten über Mobilfunkbänder hinweg, optimiert für Streaming mit geringer Latenz und hoher Sicherheit
- Cloud-Relay-Infrastruktur : Verschlüsselte Video-Streams werden über netzbetreiberzertifizierte, geografisch verteilte Server geleitet, bevor sie Ihre App oder Ihr Dashboard erreichen
Dieses End-to-End-Zellendesign ermöglicht einen zuverlässigen Betrieb an Standorten ohne Breitband-, Glasfaser- oder sogar Stromnetzanschluss – beispielsweise an abgelegenen Baustellen, landwirtschaftlichen Flächen oder Gebieten für die Katastrophenhilfe.
Echtzeit-Videotransmission über die 4G-LTE-Netze von AT&T, Verizon und T-Mobile
Die Bewegungserkennung startet den Aufnahmeprozess; anschließend komprimiert der interne Prozessor der Kamera das Video im H.265-Format. Danach übernimmt das LTE-Modem und sendet verschlüsselte Datenpakete über das jeweils stärkste verfügbare Mobilfunknetz – ob AT&T, Verizon oder T-Mobile. Das System passt kontinuierlich Qualität und Übertragungsgeschwindigkeit des Streams in Echtzeit an die jeweilige Netzwerk-Leistungsfähigkeit an, sodass selbst bei instabilen Signalen die Live-Übertragung unterbrechungsfrei fortgesetzt wird. Im Falle eines vollständigen Verbindungsverlusts speichert die Kamera die Aufnahmen direkt auf der microSD-Karte, bis die Verbindung wiederhergestellt ist. Sobald der Dienst wieder online geht, werden alle gespeicherten Clips automatisch in den Cloud-Speicher hochgeladen, um sicherzustellen, dass keine Aufnahmen in der Sicherheitsdokumentation fehlen.
Beste 4G-Kameras für WLAN-freie Zonen
Reolink Go Plus: Solarbetrieben, Dual-Band-LTE und lokaler microSD-Ausfallsicherung
Die Reolink Go Plus eliminiert den gesamten Akku-Aufwand dank integrierter Solarlade-Funktion – ideal für Situationen, in denen eine Stromversorgung im Freien einfach nicht möglich ist. Mit Dual-Band-LTE-Unterstützung funktioniert diese Kamera reibungslos auf allen drei großen US-Netzwerken – AT&T, Verizon und T-Mobile. Falls ein Netzwerk in einer Region überlastet ist oder ausfällt, wechselt die Kamera automatisch zu einem anderen Anbieter, sodass der Service ohne Unterbrechung weiterläuft. Sollte das Mobilfunk-Signal vollständig wegfallen, müssen Sie sich keine Sorgen um den Verlust wichtiger Aufnahmen machen: Das Gerät verfügt über internen microSD-Speicher mit bis zu 128 GB Kapazität für Videoaufzeichnungen, bis die Internetverbindung wiederhergestellt ist. Und was harte Bedingungen angeht: Diese Kameras sind ebenfalls äußerst robust gebaut. Sie besitzen eine Schutzklasse von IP66 und sind damit nahezu gegen sämtliche Witterungseinflüsse gewappnet – von eisiger Kälte (−10 °C) bis hin zu extremer Hitze (bis zu 55 °C). Diese Langlebigkeit macht sie ideal für die Überwachung von Baustellen, abgelegenen Farmen oder Wochenendausflügen fernab der Zivilisation.
Arlo Go 2: Verizon-zertifizierte Robustheit und adaptives Streaming in Gebieten mit schwachem Signal
Die Arlo Go 2 erfüllt die LTE-Netzwerkanforderungen von Verizon und besteht die MIL-STD-810H-Zertifizierung, was bedeutet, dass sie im Feld ziemlich rauen Bedingungen standhält. Gemeint ist hier beispielsweise Widerstandsfähigkeit gegenüber Stürzen aus Höhe, dem Eindringen von Staub in Komponenten, ständigen Vibrationen und sogar Überlebensfähigkeit unter Wasser in einer Tiefe von etwa einem Meter. Besonders hervorzuheben ist die intelligente Reaktion der Kamera auf unterschiedliche Situationen: Sobald das Signal schwächer wird, passt sie automatisch die Videoqualität von Full HD bis hin zur Standardauflösung an, sodass wichtige Bewegungsmeldungen auch bei schlechtem Empfang zuverlässig funktionieren. Außerdem verfügt sie über eine sogenannte intelligente Pufferung, die die letzten 30 Sekunden vor einem Ereignis speichert und so den Einsatzkräften wertvollem Kontext liefert, den sie andernfalls verpassen könnten. Zudem priorisiert das System bei langsamen Internetverbindungen den Versand wichtiger Aufnahmen und vermeidet so unnötiges Hochladen von Hintergrundmaterial. All diese Funktionen machen dieses Gerät ideal, um Baustellen, Lagerhallen oder beliebige Außenbereiche zu überwachen, in denen ein herkömmliches WLAN einfach nicht verfügbar ist.
Wichtige Konstruktionsmerkmale, die echte WLAN-Unabhängigkeit gewährleisten
IP66+-Wetterfestigkeit, integrierte Hochgewinn-LTE-Antennen und eSIM-Flexibilität
Der Aufbau echter drahtloser Widerstandsfähigkeit beginnt mit Hardware, die speziell für anspruchsvolle Umgebungen konzipiert ist. Gehäuse mit einer Schutzart von IP66+ oder höher widerstehen gemäß der Norm IEC 60529 zuverlässig Staub und starken Wasserstrahlen und eignen sich daher hervorragend für Küstenregionen, Fabriken oder überall dort, wo hohe Luftfeuchtigkeit ein ständiges Problem darstellt. Die Integration von Hochgewinn-LTE-Antennen trägt wesentlich zur Verbesserung des Signalempfangs bei schwacher Netzabdeckung bei. Einige Feldtests zeigten sogar, dass diese Antennensysteme Signale etwa 40 % weiter übertragen können als herkömmliche interne Antennen. In Kombination mit eSIM-Technologie müssen Betreiber keine physischen SIM-Karten mehr austauschen. Dies ist besonders wichtig, wenn Netze unerwartet ausfallen oder wenn der Geschäftsbetrieb in Regionen ausgeweitet wird, die von unterschiedlichen Mobilfunkanbietern versorgt werden. Die Möglichkeit, den Anbieter ferngesteuert zu wechseln, sorgt dafür, dass Systeme störungsfrei weiterlaufen – ohne Ausfallzeiten.
Bandbreiteneffizienz: H.265-Codierung, bewegungsaktivierte Uploads und Offline-Pufferung
Da begrenzte Mobilfunk-Datentarife heutzutage zur Norm geworden sind, ist es unbedingt erforderlich, bei der Videoverwaltung intelligent vorzugehen. Das H.265-Format verbraucht tatsächlich etwa die Hälfte der Bandbreite im Vergleich zur älteren H.264-Technologie – das bedeutet, dass wir weiterhin gestochen scharfe 1080p-Qualität erhalten, während unsere Datentarife deutlich länger zwischen den Aufladungen reichen. Viele Systeme verfügen mittlerweile über Bewegungssensoren, die erst dann hochladen, wenn sich etwas ereignet; zudem erkennen einige Top-Modelle bereits, was als relevante Aktivität zu werten ist, und senden statt einer Dauerübertragung lediglich kurze, zehnsekündige Clips. Fehlt eine Internetverbindung, speichern Kameras die Aufnahmen direkt auf den winzigen microSD-Karten in ihrem Inneren (einige bieten bis zu 128 Gigabyte Speicherplatz). Sobald die Internetverbindung wiederhergestellt ist, werden alle Aufnahmen automatisch in die Cloud synchronisiert. All diese Techniken ergänzen sich zu einer äußerst zuverlässigen Leistung für Unternehmen – ohne dass aufwendige Büro-Netzwerke oder Kabelverbindungen überall erforderlich wären.
FAQ
Wie übertragen 4G-Kameras Videos ohne WLAN?
4G-Kameras übertragen Videos mithilfe der Mobilfunkverbindung, wobei sie herkömmliche WLAN-Netzwerke umgehen, indem sie direkt über eine SIM- oder eSIM-Karte mit Mobilfunknetzen verbunden werden; zudem kommen LTE-Modems und Cloud-Relay-Infrastruktur zum Einsatz.
Was geschieht, wenn eine 4G-Kamera die Verbindung verliert?
Wenn eine 4G-Kamera die Verbindung verliert, wird das aufgenommene Material vorübergehend im internen microSD-Speicher gespeichert, bis die Verbindung wiederhergestellt ist; zu diesem Zeitpunkt werden die gespeicherten Clips in den Cloud-Speicher hochgeladen.
Eignen sich 4G-Kameras für alle Umgebungen?
Ja, viele 4G-Kameras sind für raue Umgebungen konzipiert und verfügen beispielsweise über die Schutzart IP66 zum Schutz gegen Staub und Wasser sowie über eine robuste Bauweise, die extreme Temperaturen und Bedingungen aushält.